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Hitze verschlimmert Atemwegserkrankungen
Atemwegserkrankungen stellen weltweit eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Durch den Klimawandel werden Hitzewellen häufiger und intensiver, was Fragen zu ihren Auswirkungen auf die Atemwegsgesundheit aufwirft. Eine in Südkorea zwischen 2014 und 2019 durchgeführte Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen hohen Temperaturen und Notfallbesuchen aufgrund von Atemwegsproblemen in 16 Regionen des Landes während der warmen Jahreszeit von April bis September.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein Anstieg der täglichen Höchsttemperatur um ein Grad Celsius zu einem signifikanten Anstieg der Notfallbesuche aufgrund von Atemwegserkrankungen führt. Besonders betroffen sind dabei Erkrankungen wie Lungenentzündung, chronisch obstruktive Bronchitis (COPD), Asthma und Infektionen der oberen Atemwege. Am stärksten betroffen sind Männer, Kinder unter 15 Jahren und Menschen ab 65 Jahren.
Die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) ist eine langfristige Lungenerkrankung, die die Atemwege verengt und das Atmen erschwert. Infektionen der oberen Atemwege betreffen dagegen Nase, Rachen und die oberen Atemwege und verursachen Symptome wie Husten oder Halsschmerzen.
Die Studie ergab zudem, dass sich die Auswirkungen hoher Temperaturen auf die Atemwegsgesundheit auch dann noch zeigen, wenn Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Wochentag oder Luftverschmutzung berücksichtigt werden. Dies deutet darauf hin, dass die Hitze selbst eine direkte Rolle bei der Verschlimmerung dieser Erkrankungen spielt. Die genauen Mechanismen sind jedoch noch nicht vollständig verstanden. Hohe Temperaturen begünstigen die Bildung von Luftschadstoffen wie Ozon, die die Atemwege reizen und die Symptome verschlimmern. Zudem kann Hitze das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen.
Die beobachteten Unterschiede nach Alter und Geschlecht sind bemerkenswert. Männer scheinen anfälliger für Asthma und chronisch obstruktive Bronchitis zu sein als Frauen. Bei Kindern nehmen akute Atemwegsinfektionen mit steigenden Temperaturen zu, während ältere Menschen stärker von chronisch obstruktiver Bronchitis betroffen sind. Diese Unterschiede könnten auf physiologische Faktoren zurückzuführen sein, wie eine weniger effiziente Regulation der Körpertemperatur bei Kleinkindern und Senioren, oder auf soziale Faktoren wie Lebensgewohnheiten oder die Hitzeexposition.
Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Bedeutung gezielter Präventionsmaßnahmen, um gefährdete Bevölkerungsgruppen während Hitzewellen zu schützen. Dazu könnten Frühwarnsysteme, eine bessere Planung medizinischer Ressourcen und Aufklärungskampagnen gehören, um die Hitzeexposition zu begrenzen. Angesichts des Klimawandels werden solche Maßnahmen immer wichtiger, um die Auswirkungen extremer Temperaturen auf die Atemwegsgesundheit zu verringern.
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Sources utilisées
Source du rapport
DOI : https://doi.org/10.1007/s00484-026-03242-0
Titre : Impact of heat on respiratory health: Age- and sex-specific risks in a nationwide Korean study (2014–2019)
Revue : International Journal of Biometeorology
Éditeur : Springer Science and Business Media LLC
Auteurs : Joonho Ahn; Jongmin Oh; Ho-Jang Kwon; Hyungryul Lim; Jonghyuk Choi; Sanghyuk Bae; Kyoung-Nam Kim; Mi-Ji Kim; Jong-Hun Kim; Youn-Hee Lim